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Auf Entdeckungstour im "Sandkasten eines Riesen"

Vor Kurzem bekamen wir in unserem Werk in Bad Berneck vom evangelischen Kindergarten "Spatzennest" der Diakonie Bayreuth Besuch. Einen halben Tag lang gingen die Vorschulkinder der Waldgruppe in unserem Steinbruch auf Entdeckungstour. Sie bestaunten die großen Felswände und Maschinen, lernten mehr über den Abbau unseres Hartgesteins Diabas und erfuhren, wo unser Stein überall zum Einsatz kommt und welche wichtige Rolle er für die Infrastruktur unserer Region spielt.

Zuerst stärkten wir unsere Kräfte mit Wiener Würstchen und sahen einen spannenden Film an über den Abbau und die Aufbereitung vom Hartstein. Highlight ist die Sprengung, dabei wird mit einem großen Knall das harte Gestein gezielt aus dem Fels gelöst.

Vor Ort gingen wir nun direkt in die Aufbereitungsanlagen. Hierhin wird das gesprengte Gestein mit großen Muldenkippern transportiert, um die gewünschte Korngröße und -form zu erlangen. Besonders beeindruckend in der Produktion ist die erste Station, unser Vorbrecher. In diesem Backenbrecher werden alle Gesteinsbrocken langsam durch einen großen Spalt befördert. Durch die Mahlbewegung der gegenüberliegenden Seiten werden die Steine zerquetscht und so zerkleinert. Nur die Ohren sollte man sich bei der Besichtigung doch besser zuhalten. Die massiven Kräfte, die hier aufeinander einwirken, kann man nicht nur sehen, sondern auch hören. Mehr über die einzelnen Abbau- und Aufbereitungsschritte unseres Diabases erfahren Sie hier.

 

Renate Allwicher, Autorin der Kinderseite des Nordbayerischen Kuriers, war bei der Besichtigung auch dabei, um über die Erlebnisse der Kinder zu berichten. Sie verglich unseren Steinbruch passend aus Kinderaugen heraus mit dem "Sandkasten eines Riesen". Zwischen den hohen Felswände, den gewaltigen Maschinen und Anlagen fühlt man sich auch als Erwachsener plötzlich ganz klein. Die Dimensionen werden einem besonders im direkten Vergleich bewusst - spielend leicht passten alle Vorschulkinder in die Schaufel unseres Radladers, der normalerweise bis zu 13 Tonnen Gestein hebt, wie oben in unserem Titelbild zu sehen ist.

 

Es ist nicht immer offensichtlich, wo und wofür unser Stein gebraucht wird. Wenn z.B. Frostschutz (ein spezielles Splitt-Sand-Gemisch) als stabiler Unterbau einer Straße, eines Weges oder eines Hofes eingebaut wird, sieht man ihn gar nicht. Auch als Zuschlagsstoff im Asphalt, zum Bau der oberen Deckschicht einer Straße, kann man nur bei ganz genauer Betrachtung die feinen Steinchen herausblitzen sehen. Doch besonders hier ist unser kubischer, also rundlicher Splitt sehr gefragt. Durch seine runde Kornform kann ein offenporiger Asphalt hergestellt werden, der Fahrgeräusche stark hemmt und auch Wasser leichter abfließen lässt. Ein schönes Beispiel hierfür ist die soeben fertiggestellte Strecke auf der A9 von Bayreuth Nord nach Bindlach. Achten Sie doch einmal darauf, wenn Sie das nächste Mal den Bindlacher Berg Richtung Bayreuth herunterfahren. Sobald Sie auf den OPA-Belag (offenporigen Belag) kommen, fährt es sich plötzlich bemerkbar leise. Noch eindrucksvoller ist, wenn bei einem Sommerregenschauer das spritzende Wasser, das einem vorher noch die Sicht genommen hat, wie von Zauberhand von der Straße verschwindet sobald man auf dem OPA-Belag fährt.

Den Artikel der Kinderseite des Norbayerischen Kuriers von Renate Allwicher können Sie hier lesen.

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